San Gimignano
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Die Hügel um S. Gimignano und Volterra
Balze, Türme, Weinberge und Olivenhaine.
''Dolce Campagna, Antiche Mura'', ein Wanderparadies

Schon vor tausend Jahren entwickelte sich diese Gegend zwischen Castelfiorentino, Certaldo, Gambassi Terme und San Gimignano um die Verkehrsader der Frankenstraße. Pilger, Händler und Soldaten machten hier auf ihrem Weg nach Rom oder Santiago de Compostela Halt und bezogen in einem der Gasthäuser Quartier und leiteten damit in Kürze eine rege wirtschaftliche Entwicklung auf Basis des Handels ein.

San Gimignano, die größte Ortschaft, wurde ein bedeutendes Zentrum für die Produktion von Safran, Seide und anderer Textilien. Die durch den Handel reich gewordenen Adelsfamilien von San Gimignano errichteten in einem wahren Höhenrausch 72 riesige Turmhäuser und verwandelten die Stadt in ein mittelalterliches Manhattan, einzigartig und faszinierend in ihrer Architektur. Ihre städtebauliche Struktur ist noch intakt und man wähnt sich, abgesehen von dem einen oder anderen Schild, an einem Ort, wo die Zeit stehen geblieben ist. In der Collegiata, dem Dom, befinden sich zwei große Freskenzyklen des Bartolo di Fredi, aber auch die Pinakothek verdient wegen ihrer reichen Auswahl an Kunstwerken des 13. bis 15. Jhs. einen ausführlichen Besuch.

Wer sich über die Wanderungen hinaus für die Kunst des 14. Jhs., für alte Stadtmauern und völlig intakte Häuser aus dem Mittelalter interessiert, kommt nicht umhin, Volterra, eine Stadt etruskischen Ursprungs, zu besuchen.

Wanderwege führen durch eine abwechslungsreiche Naturlandschaft, vorbei an Weinbergen, Olivenhainen, Landgütern, alten Landkirchen und kleinen, einsam gelegenen Burgen.

Zwischen Saline di Volterra und Volterra besteht eine aussergewoehnliche Route entlang der alten Trasse einer Eisenbahn, die 1912 eröffnet, aber bereits 1958 wieder eingestellt wurde. Dabei durchquert man eine faszinierende Landschaft, die von den Biancane und Balze geprägt ist, Formen der jahrhundertelangen Erosion der Lehmhügel.

Besonders interessant sind auch die Wanderungen durch das Naturschutzgebiet von Berignone oder die Macchia von Tatti, wo man im Hügelgebiet des oberen Cecina-Tals auf wilde Naturlandschaft und klare Wasserläufe stößt, an denen Leonardo da Vinci angeblich zahlreiche Experimente durchführte.
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