Die Colline Metallifere. Die Taeler der Farma und der Merse
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Die Colline Metallifere. Die Täler der Farma und der Merse
Flüsse, Naturparks, Bergwerke, Archäologie

Eine wenig begangene und spärlich besiedelte Toskana, aber reich an Silber, Blei, Kupfer, Zink und Pyrit. Die Colline Metallifere (Erzgebirge), die vom Flussbecken der Cecina bis zu den Tälern der Flüsse Pecora und Merse reichen, bilden ein geheimnisvolles, geschichtsträchtiges Gebiet voller mittelalterlicher Dörfer und Burgen und mit vielen Spuren einer ausgeprägten Spiritualität.

Die Erzvorkommen haben im Laufe der Jahrhunderte vor allem in den Gebieten um Montieri, Gerfalco und Boccheggiano eine bedeutende Abbautätigkeit entstehen lassen. Man kann heute noch einige vom Bergbau geprägte Orte sowie einzelne, gegen Ende des 13 Jhs. erbaute Eisenhütten entlang der Wasserläufe von Farma, Gonna und Merse besuchen, die wichtige Zeugen der mittelalterlichen Eisenverarbeitung darstellen.

Auf Wanderungen begegnet man interessanten Ausschnitten der Naturwelt. Der Großteil des Gebietes, mit Ausnahme der Umgebung der Bergwerke, ist mit dichten Wäldern von Kastanien, Eichen und Hainbuchen bewachsen. Gegen die Küste hin nimmt mit dem Absinken des Gebirges die mediterrane Macchia zu, begleitet von Stein- und Korkeichen, Erbeer- und Mastixbäumen. Die Wälder sind von Wildschweinen, Rehen, Dachsen, Stachelschweinen, Steinmardern und Wiesel bevölkert.

Naturinteressierten empfehlen wir mehrere Wege im Naturschutzgebiet des Farma-Tales. Besonderheiten des Tales und seiner klimatischen Bedingungen ('Kälteoase') ermöglichen eine außergewöhnliche Baumvielfalt, die neben einer reichhaltigen mediterranen Flora auch Arten einschließt, die sonst eher in den Bergen heimisch sind. Auf unseren Wegen treffen wir auf ''archäologische Fundstätten'' von alten Tierarten und uralten Bäumen wie dem Buchsbaum, dem ‚ruscus hypoglossum’ und – fast einzigartig auf dieser geringen Meereshöhe – der Eibe. Im Troscia-Teich lebt eine äußerst seltene Molchart ('triturus alpestris apuanus'), ein echtes Relikt aus der Eiszeit, das im Naturschutzgebiet eine ökologische Nische gefunden hat, die über Zehntausende von Jahren praktisch intakt geblieben ist. Die Präsenz von Fischotter und Flusskrebsen sind ein weiterer Beweis für die Wasserreinheit der Farma.

Die Wanderungen entlang der Flüsse Farma, Merse und Cecina sind von seltener Schönheit und bieten an vielen Stellen die Gelegenheit für ein kühlendes Bad. Alte Wege führen vorbei an Abteien (San Galgano mit ihrem Himmelsdach und einem Boden aus Moosteppich), Klöstern (Santa Mustiola in Torri), Einsiedeleien (Santa Lucia), alten Brücken (Ponte della Pia), Schlössern und Villen (Spannocchia, Montarrenti, Belagaio, 'Castiglion che Dio sol sa' – 'Das Schloss das Gott nur kennt'), Festungen (Rocca di Sillano), mittelalterlichen Ortschaften und auf Berge, von denen man bis zum Meer blicken kann (Le Cornate).
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