Maremma
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Die Maremma
Zwischen Meer und Hinterland, Naturparks und etruskischen Ausgrabungen

Die Maremma ist der lange Küstenstreifen, der von Cecina bis zum Monte Argentario reicht. Der besondere Reiz dieses Küstenabschnitts der Toskana wird von den langen Sandstränden, den sanften Vorgebirgen, den Dünen und den ausgedehnten Pinienwäldern bestimmt. Es existieren über zehn Naturschutzgebiete (von Parks bis zu WWF-Oasen), darunter Bolgheri, San Silvestro, Baratti-Populonia und der berühmte Naturpark der Maremma, auch 'Parco dell' Uccellina' genannt. Dieser war 1975 das erste Schutzgebiet in der Toskana; er stellt ein seltenes Beispiel für eine intakte und geschützte Landschaft dar, in der man nicht riskiert, von einem 'Meer' von Strandtouristen überlaufen zu werden.

Überall ist man von mediterraner Macchia umgeben. Auf den Wegen durch die wildwachsenden Pinienwälder und entlang der Strände wird man vom Duft von Wacholder, Erdbeerbaum, Rosmarin, Mastixbaum, Steineiche und Myrte begleitet. Unweit der Küste wird der Baumwuchs dichter. Zerreichen, Hopfenbuchen und Feldahorn mischen sich unter die Pinien und die Macchia wird von Damwild, Wildschweinen, Fischottern und Wanderfalken bevölkert.

Die Maremma hat von allen bedeutenden Epochen ihrer Geschichte Elemente und Reste bewahrt, zuerst etruskisch, dann römisch, unter Pisa, Siena, dem Großherzogtum Toskana und schließlich unter dem Faschismus. Das Land ist voller Gegensätze und doch kompakt, gekennzeichnet von einer starken Identität: ein wildes Land, ungezähmt und zugleich fruchtbar; es war ein Land der Banditen (wie Domenico Tiburzi, ein 'Robin Hood' der Maremma) und Wahlheimat adliger Familien (wie der Aldobrandeschi); neues Eldorado des Weinbaus und zugleich auf alte Traditionen und gewohnten Geschmack bedacht.

In dieser Gegend empfehlen wir Wanderungen in die diversen Naturparks: Cecina und Bolgheri; S. Silvestro mit seinem mittelalterlichen Bergbaudorf; Baratti-Populonia und seine etruskischen Nekropolen; die Küste von Scarlino mit ihren wunderbaren und ruhigen Buchten; den Parco dell'Uccellina, den Monte Argentario und die Lagune von Orbetello, die Meeresdünen, das herrliche Vorgebirge mit Weinbergen und die kleinen Felsbuchten. Andere Wege führen zu kleinen befestigten Ortschaften wie Montemassi, Montepescali, Montepò und Capalbio, während Manciano inmitten einer rauen, von Wäldern bedeckten Maremma liegt.

Weiter im Süden folgen die Wege den Spuren des alten Tuscia: etruskische Gräber mit fein gemalten Fresken (Tarquinia), die eindrucksvollen Tuffstein-Städte wie Pitigliano, Sovana und Sorano, alte Thermen mit heißem Schwefelwasser (Saturnia). Zum Abschluss sollte man noch den Skulpturenpark 'Giardino dei Tarocchi' der französischen Künstlerin Niki de Saint-Phalle besuchen, ein fantastisches Spiel von raffinierten Architekturobjekten aus Spiegeln, Mosaikfragmenten und Fliesen.
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